02
Okt
07

Lau Warm

Was hast du gewollt von mir?

Dich an mir festhalten als Fels in der Brandung war deine Erklärung!

Aber es täte dir leid, mich emotional aus genutzt zu haben…

Trotzdem liebst du mich wie ich bin.

Mir gefriert der Rest von kindlicher Naivität in den Adern

Wie Hohn klingt das Wort „Liebe“ aus deinem Mund

Verfaulte Worte von einem toten Menschen, der niemals begriffen hat

Das zu Liebe mehr gehört als ein leerer Blick am Morgen

ein alkoholvernebelter Fick in der Nacht

und ein flüchtiger Kuss im vorbeiflattern

Lauwarm waren deine Umarmungen

Abgedroschen deine Erklärungsversuche

Um mich ist es dir doch nie gegangen

Einzig deinem Ego wolltest du genüge tun

 

Meine Seele als Relaxmatratze für entspannte Stunden

Mein Herz als Fahnenmast, wenn die Existenzsorgen dich übermannen

Meinen Körper zum Druckabbau

 

Ich frage Dich: Wo willst du hin? Wer wird da sein in deinen schwarzen Stunden?

Was ist wenn du niemals den Sinn findest, den du suchst

und deine Liebe niemals existiert hat?

 

Was schert es mich

Meine gesunder Egoismus, dessen Existenz du ja so vehement bezweifelst

Verlangt nach Abschied

Adieu Senior!

  

02
Okt
07

GRENZLAND

 

Grenzenlos dein Vertrauen

Voller Hingabe deine Berührung

Keine Mauern die je dein Herz gekannt

Immer wieder bereit an das Gute zu glauben

Nach jedem Stein der dich stolpern lässt

Auch wenn Sie dich mittlerweile fast erschlagen

Stehst du auf und schreitest unbeirrt deines Weges

 

Siehst du nicht das dein Herz blutet???

Dein Weg ist längst nicht mehr der Deinige…

Deine Gedanken verlieren sich immer mehr

Doch du spürst die Trauer nicht

Getrieben von einer unerklärlichen Hoffnung auf das Unmögliche

Wie weit bist du bereit zu gehen

Und wann ist genug genug?

 

Ich flehe dich an: vertrau auf die Stimme in deinem Inneren

Versuch nicht sie zum Pfand zu geben für ein Stück gekaufter Nähe

Sieh die Welt wie sie ist

Voller Licht…aber auch voller Schatten

Setze deinen Fuß über die Schwelle

Und betrete das Grenzland

Dein eigenes Grenzland

31
Aug
07

Abschied

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Nach Wochen voller Leben

Der tiefen Trauer und der absoluten Schönheit

Voll Freundschaft und Liebe

Voll Finsternis und Nebel

Dem Fallen genauso nahe wie dem Fliegen

Die Schönheit der Sternenzeltes fasziniert aufsaugend

Die toten Momente ohne jegliches Gefühl wahrnehmend

Mit ungezähmter Lebenslust neuen Ufern zusteuernd

Doch voller Angst vor dem Ungewissen und den Tiefen des Unbekannten

Niemals zu kraftlos um wieder aufzustehen

Doch oft zu müde um zu Sein

Alles – der Schmerz, das Glück, der Übermut, die Trauer, die Tränen wie das Lachen – alles war so echt…..

Voller Dankbarkeit  für die Lichtgestalten die mein Herz berührten

Im Sommer

In Berlin

24
Aug
07

Der Moment

Es gibt einen Ort

Dort gibt es nur den Moment

Das Gestern ist gestorben

Das Morgen ferne Zukunft

Das Herz wird an der Tür abgegeben

Deine Seele ist der Trampelpfad

Umgeben von meterhohen Felswänden

Dunkel und ohne Umriss

An diesem Ort

Verschwinden deine Sehnsüchte und werden doch erfüllt

Findest du niemals Wärme und doch wirst du nie frieren

Kein Sonnenstrahl dringt je dorthin und doch lockt dich ein Licht

Das Leben hat dort kein Zimmer und doch fühlst du dich lebendig

Nur für diesen Moment….

15
Aug
07

Was bleibt

Kurz vorm Aufprall schnell abbremsen, zurück dahin wo das Licht herkommt

Auf dem Weg dorthin über tausend Steine stolpern

Es wartet der Totalverlust sämtlicher Extremitäten, aber immerhin, noch in der Lage aufzustehen, gute Vorsätze sind wichtig, dem Chaos ist nunmehr Einhalt zu gebieten, aber nein, eine weitere Tür die wir noch nicht geöffnet haben….no risk no fun, also kopfüber in die reissenden Fluten, begierig das Leben einatmen, die Lunge voller Wasser, Sauerstoffunterversorgung, wär man doch fast ertrunken, doch da: ein rettender Arm holt einen zurück, um einem dem nächsten Kick zu übergeben, der verspricht den Vollfilm, den Überkick, oder eher weggekickt? Egal, kurz durchatmen, die Langeweile knabbert langsam am Hirn, das Adrenalin fängt an überzukochen, wilde explosionsartige Phantasien säumen die Synapsen….

Also hinaus mit dir du nimmersatter Mensch, es sind nur noch ein paar Stufen zur Hölle, auf jedem Absatz wartet eine neue Tür, voller Abgründe und verlockender bunter Attraktionen, worauf wartest du?

Deine Seele hast du bereits verspielt, Dein Lachen dem Teufel geschenkt, Dein Herz den Fußtritten der jubelnden Meute geopfert, was bleibt?

  Sex, Drugs and Rock `n Roll

15
Aug
07

GRANDIOS

Ohne Worte und doch soviel gesagt

Eine Welle der Wärme durchflutet mich

Ein kleiner Liebesfunken trifft mich unerwartet

Imstande die Mauern niederzubrennen?

Wenn ja, was wartet dahinter?

Wilde Monster oder kleine Feen?

Nur ein Moment in einer sommerlichen Nacht

Weggetragen in schon lange verstorbene Herzensecken

Berührt von dir, deiner Wärme, der Unendlichkeit in deinen Augen

Deine Tränen – und die Zeit blieb stehen……

13
Aug
07

DIE WEISSE LINIE

Was ist geblieben,

Wenn der letzte Staub dein Hirn erreicht

Glasklare Gedanken deine Gefühle betäuben

Wenn Freundschaft nicht mehr zählt als das drogeninduzierte Begehren

eines Menschen, der seit Jahren deinen Weg kreuzte

Wenn dessen Tränen dich nicht mehr rühren

raubtierhafte Verspeisungsphantasien dir den Sinn vernebeln

Moral und Recht verglimmte Sterne aus einer längst vergessenen Welt sind,

du stufenlos jegliche Kontrolle über Maß, Zeit und Raum verloren hast

was ist dir geblieben….

 

 

„…stolz können wir sein……“

13
Aug
07

Spiegel

 

Wie oft hab ich dich gefragt

Wer dich da wohl anschaut

Woher kommt der Schatten unter den Augen?

Woher das Feuer im Blick?

Woher die kleine Trauer hinter dem Feuer?

Wer hat die Falten gemacht?

Das Lachen oder das Weinen?

Verträumt schau ich Dich an

Und verlieb mich

12
Aug
07

ZWISCHENLAND

 

Wo bin ich ?

 

Zwischen viel zu großen Bäumen, viel zu kleinen Tälern, urgetümlichen Seen, schwarz, monströs und unendlich tief –

verloren in dem großen Nichts der Unwirklichkeiten, verschwommen die Theatralik des Seins wahrnehmend…auf der Suche nach einer Träne, nur einer Träne, die mich zurück bringt ans andere Ufer, die mir Boden gibt im Bodenlosen, die mir Licht gibt, wenn alles grau scheint, die mir Liebe schenkt wenn kaltes Eis mein Herz umgibt!

 

Sehnsucht nach Liebe und doch so weit weg von allem was Liebe gibt

Sehnsucht nach Abgrund und schwarzer Tiefe und doch zu weit weg um zu springen

Zwischen den Welten

 

Halt mich, bitte halt mich

Und schenk mir nur ein Träne…..

09
Aug
07

Schwarz Weiss

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Du am anderen Ende

 ich am Anfang

du die pechschwarze Nacht,

ich die aufgehende Morgensonne,

Du der Abgrund,

ich die Hoffnung,

Du der Nebel an einem wolkenverhangenen Tag,

ich das Licht am Ende von Allem,

Du die Begierde, die Macht, das Verlangen,

Ich die Unschuld, die Liebe, die Sehnsucht

   

(Pech gehabt – Gegensätze ziehen sich nun mal an – oder aus…?!)




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